Rehabilitation nah am Alltag

 
 

Ein Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose oder Long Covid verändern das Leben massiv. Bewegungen fallen schwerer, Sprache wird unsicher, Konzen­tration kostet Kraft, Routinen brechen weg. Die Neurologische Therapie RheinAhr (NTRA) begleitet erkrankte Menschen ambulant und interdisziplinär.

 

Im Mittelpunkt steht die Verbesserung von Mobilität, Alltags­fähigkeiten, Konzen­tration und Sprach­fähigkeit, um mehr Teilhabe im Alltag und im Beruf zu ermöglichen.

 

Das interdisziplinäre Team aus rund 35 Mitarbeiter*innen umfasst Neurolog*innen, Neuropsycholog*innen, psycho­logische Psycho­therapeut*innen, Ergo- und Physio­therapeut*innen, Sport­therapeut*innen, Logopäd*innen und Ernährungs­berater*innen. „Diese Kombination erlaubt es, für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen Therapieplan zu entwickeln, der medizinische Stabilisierung, Alltags­fähigkeit und berufliche Perspektive berücksichtigt“, erklärt Mathias Jonas-Ley, Leiter der BTZ Bad Neuenahr-Ahrweiler und NTRA. 

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(Zurück) ins Arbeitsleben nach der Krise

Eine psychische Erkrankung kann innerhalb kurzer Zeit viel Selbstverständliches durcheinanderbringen: Job, Familie, Privates – ja, das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. Wer nach einer solchen Krise zurück ins Berufsleben will, braucht mehr als guten Willen. Die Beruflichen Trainingszentren (BTZ) der bfz und faw helfen dabei Schritt für Schritt: Sie verbinden intervenierende, stabilisierende und berufspraktische Unterstützung.

 

In den BTZ arbeiten Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Ergotherapeut*innen, Berufstrainer*innen und Ausbilder*innen in multiprofessionellen Teams zusammen, ergänzt durch einen Ärztlichen Dienst. „Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen ganz unterschiedliche Krankheitsbilder, Vorgeschichten, Lebenssituationen und Ziele mit“, erklärt Sabrina Keßler, Fachbereichsleiterin BTZ faw. „Deshalb richten wir die Inhalte der Leistungen nach dem individuellen Bedarf aus: Manche dauern nur wenige Wochen, andere bis zu drei Jahre. In dieser Zeit steigern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Belastbarkeit, entdecken ihre Stärken und bereiten sich gezielt auf den (Wieder-)Einstieg in den Beruf vor – bei jungen Menschen oft auch auf die Ersteingliederung.“

 

Neben der fachlichen Qualifizierung liegt der Schwerpunkt vor allem aber auf dem Aufbau gesundheitlicher Stabilität und der Stärkung der Gesundheitskompetenzen. Grundlage bildet ein ressourcenorientierter Ansatz.

 

„Aktuell arbeiten wir daran, die Standards der BTZ bei faw und bfz anzugleichen. Bei den bfz erweitern wir dafür gezielt unser Portfolio und bauen die fachliche Qualität weiter aus. Gleichzeitig bleiben die standortspezifischen Schwerpunkte erhalten – etwa in der Arbeit mit Menschen mit Suchterkrankungen, Autismus-Spektrum-Störungen oder neurologischen Beeinträchtigungen“, so Catharina Raubal, Leiterin Produktmanagement Rehabilitation bfz.

Standorte

Gemeinsam betreiben die faw und bfz insgesamt 24 Einrichtungen und gehören damit zu den größten BTZ‑Netzwerken Deutschlands.